White Christmas | das kleine Konzert
White Christmas
Weihnachtliche Lieder zwischen Krippe, Hirten und Königen
von J.S. Bach, F. Schubert, P. Cornelius, H. Wolf, E. Humperdinck, A. Adam, M. Reger, I. Berlin u. a.
J.S. Bach (1685–1750): Ich steh an deiner Krippen hier (Paul Gerhardt) BWV 469
Hugo Wolf (1860–1903): Nun wandre Maria (aus dem Spanischen Liederbuch I,3)
Franz Schubert (1797–1828): Nacht und Träume (Matthäus von Collin) D. 827
Peter Cornelius (1824–1874): aus: Weihnachtslieder op. 8
2. Die Hirten
3. Die Könige
4. Simeon
Max Reger (1873–1916): Knecht Ruprecht (Martin Boelitz) op. 76,50
Kurt Hessenberg (1908–1994): Knecht Ruprecht (Theodor Storm) op. 30,6
Erich J. Wolff (1874–1913): Es ist ein Ros entsprungen op. 29,6
Franz Schubert: Wiegenlied (Matthias Claudius?) op. 98,2 D. 498
Max Reger: Mariä Wiegenlied (Martin Boelitz) op. 76,52
Engelbert Humperdinck (1854–1921) : Weihnachten (Adelheid Wette)
Arnold Mendelssohn (1855–1933): Weihnachtslied (Joseph von Eichendorff)
Richard Strauss (1864–1949): Winterweihe (Karl Henckell) op. 48,4
Hugo Wolf: Epiphanias (Johann Wolfgang von Goethe)
Adolphe Adam (1803–1856) : Cantique de Noël (Placide Cappeau)
Irving Berlin (1888–1989): White Christmas (Irving Berlin)
Hans Christoph Begemann, Bariton
Klaus Simon, Klavier
White Christmas
Wer liebt sie nicht? Weihnachtslieder gehören zu Weihnachten wie Lebkuchen oder Spekulatius. Viele namhafte Komponisten von J.S. Bach bis I. Berlin schrieben wunderbare Lieder und Songs. Der Bariton Hans Christoph Begemann entführt die Zuhörer durch diverse Stile, Sprachen und Zeiten von Bachs „Ich stehe an deiner Krippe hier“ bis hin zu Berlins „White Christmas“.
Da werden neben bekannten Klassikern und „Hits“ auch unbekanntere dankbare Lieder von z. B. Humperdinck oder Adam zu entdecken sein.
Und natürlich darf Franz X. Grubers legendäre „Stille Nacht“ als Zugabe nicht fehlen: hier darf und soll das Publikum ausdrücklich die Melodie gerne mitsingen.
Was wäre die Weihnachtszeit ohne schöne Musik und ohne ihre Lieder?
Hans Christoph Begemann, Bariton
Der gebürtige Hamburger Hans Christoph Begemann ist einer der vielseitigsten und entdeckungfreudigsten Liedsänger der Gegenwart. Für seine Einspielungen der Lieder von Franz Schubert, Hans Pfitzner, Erwin Schulhoff und Wolfgang Rihm erhielt der Bariton den „choc du mois“ von Classica France und wiederholt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Seit 30 Jahren bildet Begemann mit dem Pianisten Thomas Seyboldt ein Lied-Duo.
Nach Stationen in Gießen und Wuppertal debütierte Begemann mit dem Wolfram von Eschenbach unter Leitung von Marc Albrecht am Staatstheater Darmstadt, dessen Ensemble er 8 Jahre angehörte. An der Oper Leipzig sang er die „Bösewichter“ in Hoffmanns Erzählungen und in Helsinki war Begemann der Jaufré Rudelin Kaija Sariaahos Oper L' Amour de loin in der Inszenierung von Peter Sellars. Die Komponisten Rihm, Glanert, Trojahn, Killmayer und Eggert schrieben Lieder für seine Stimme.
Begemann sang als Gast beim Kissinger Sommer, Rheingau Musikfestival, Lucerne Festival, Hong Kong Arts Festival und bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen.
Er arbeitete mit den Dirigenten Manfred Honeck, Susanna Mälkki, Ulf Schirmer, Markus Stenz, Michael Hofstetter, Otto Tausk, Jukka-Pekka Sarastre und Emilio Pomárico zusammen.
Mit Klaus Simon gibt es mit Auftritten bei der Holst Sinfonietta und vielen Liederabenden seit Jahren eine kreative Zusammenarbeit. Zwei erfolgreiche Wiederentdeckungen, die Klaus Simon zu verdanken sind, waren die Uraufführung einiger Lieder von Erwin Schulhoff 80-100 Jahre nach ihrer Entstehung im Konzerthaus Berlin und auf Einladung der Elbphilharmonie und des NDR in der Laeizshalle Hamburg, in deren Folge die von der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnete Aufnahme entstand und das Vol. 3 der Gesamtaufnahme der Lieder von Erich J. Wolff.
Im November 2025 sang er sehr erfolgreich mit der Holst Sinfonietta in Schostakowitschs 14. Sinfonie.
Hans Christoph Begemann ist Professor an der Hochschule für Musik in Mainz.
www.begemann-bariton.de
Klaus Simon, Klavier
Geboren in Überlingen am Bodensee. Arbeitet gleichermaßen als Pianist, Dirigent und Arrangeur und neuerdings auch als Herausgeber. Gründer und Künstlerischer Leiter der Holst-Sinfonietta sowie der Opera Factory Freiburg (vormals: Young Opera Company).
Als Pianist hat er den Schwerpunkt auf das Lied gelegt. Dabei arbeitet er mit international bekannten Sängerpersönlichkeiten wie Sunhae Im, Siri Karoline Thornhill, Katharina Ruckgaber, Alexandra Flood und Britta Stallmeister/Sopran, Ida Aldrian, Nina Tarandek und Tanja Ariane Baumgartner/Mezzosopran, Daniel Johannsen/Tenor, Hans Christoph Begemann, Holger Falk und Michael Borth/Bariton u. a.
Sein Repertoire umfasst mittlerweile mehr als 1500 Lieder und Songs vom Kunstlied bis zum Broadwaysong. Verpflichtungen als Liedbegleiter führten ihn u. a. in Konzertsäle wie die Laieszhalle beim Hamburger Musifest, in das Konzerthaus in Berlin bzw. zum Liedfestival Kassel und dem MITO-Festival in Mailand und Turin.
Kernrepertoire seiner Tätigkeit als Liedbegleiter ist die deutsche Spätromantik und die frühe Moderne, wobei er sich besonders intensiv dem Liedschaffen von Hans Pfitzner und Erich Wolfgang Korngold gewidmet hat: Für das Label Naxos spielte er eine Gesamtedition aller Lieder dieser beiden Komponisten ein. Als Nachfolgeprojekt nahm er alle Lieder Erwin Schulhoffs zusammen mit dem SWR auf. Diese Aufnahme wurde 2021 der Preis der Deutschen Schallplattenkritik verliehen. Die von ihm herausgegebene Notenedition erschien 2017 bei Schott Music. Von 2019 bis 2021 entstand zusammen mit DLF Kultur eine Gesamtaufnahme aller Lieder bzw. Liriche Franco Alfanos mit Alexandra Flood (Sopran), Nina Tarandek und Tanja Ariane Baumgartner (Mezzosopran) die 2024 für den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert war. Seit 2022 widmet er sich der Gesamtaufnahme aller Lieder des spätromantischen österreichischen Komponisten Erich J. Wolff (1874-1913), dessen Notenedition er auch parallel dazu neu veröffentlicht.
Es liegen zahlreiche weitere CD- und Rundfunkeinspielungen im Bereich Oper/Konzert/Lied als Dirigent und Pianist vor. Mit der Aufnahme der Oper Kopernikus von Claude Vivier wurde er 2016 auch schon als Dirigent mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik und 2017 mit dem International Classic Music Award (ICMA) geehrt.
Die Badische Zeitung schrieb 2017 nach einem Liederabend mit dem Bariton Hans Christoph Begemann mit Brahms' "Die schöne Magelone":
"Für Klaus Simon als Klavierbegleiter gilt: Er füllt seine beinahe orchestrale Funktion voll aus, schnelle Stimmungs- und Satzwechsel auch innerhalb der Lieder gestaltet er souverän und charakterlich äußerst differenziert. Als Duo agieren beide ungemein erfahren, in den besten Momenten blüht alles voller lebhaft-empfindsamer Farben."
Der Onlinemerker (Dr. Ingobert Waltenberger) schreibt zur Aufnahme der Pfitzner-Lieder Vol. 2: "Ohne Vorbehalt begeistert die in jeder Hinsicht poetisch sinnliche Begleitung des auf die Spätromantik spezialisierten deutschen Pianisten Klaus Simon. "
www.klaussimon.com