ROSSINI - PETITE MESSE SOLENNELLE

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Als „letzte altersbedingte Todsünde“ bezeichnete Gioachino Rossini (1792–1868) seine Petite Messe solennelle, komponiert im Alter von 72 Jahren. Mit nur 37 Jahren hatte der höchst erfolgreiche Opernkomponist seine Karriere für beendet erklärt und sich in Passy bei Paris niedergelassen. Aus dieser Zeit stammt eine ganze Reihe an Kochrezepten à la Rossini, etwa die Filet-Steaks Tournedos Rossini. Doch vereinzelt nahm der Hobbykoch auch Kompositionsaufträge für Kirchenmusik entgegen. Für den Prälaten Varela schuf er sein Stabat mater und für das gräfliche Paar Pillet-Will die heute aufgeführte Festliche Messe (missa solemnis). „Petite“, „klein“ nannte er sie bescheiden und besetzte sie anstatt mit der üblichen Orchesterpracht mit Klavier und Harmonium. Dabei schuf er ein wahres Wunderwerk der Kirchenmusik, er „verknüpft historische Traditionen mit moderner Schreibweise und gelangt so zu einer Synthese kontrapunktischer Satztechnik, flüchtiger Chromatik, harmonischen Kühnheiten und opernhaftem Belcanto“ (Dirk Möller). Der Bach-Chor Konstanz folgt in seiner Aufführung einem Arrangement für Kammerorchester aus der Hand des Münchner Komponisten Alexander Krampe (*1967), das nach der Münchner Uraufführung 2019 nun zum zweiten Mal öffentlich erklingt.

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